Erster Auswärtskampf in der Stadtliga!

In der Runde war es dann endlich soweit, wie durften auch mal Gäste in einem anderen Spiellokal sein. Unsere Gastgeber waren die Mannschaft aus Eidelstedt. Die Tabellenausgangssituation machte dieses Duell zum Spitzenspiel. Punktgleiche Mannschaften, die die beiden oberen Plätze in der Tabelle einnehmen, trafen aufeinander. Eidelstedt eine Mannschaft, die klar um den Aufstieg spielt, Diagonale, die klar gegen den Abstieg spielen, oder?! Nun gut, der dritte Spieltag kann darüber noch keine Aussage treffen, aber vielleicht eine Richtung?

Fangen wir vorne an. Daniel hat frühzeitig mitgeteilt, dass er im Urlaub sein wird. Dann kam aber am Anfang der Woche die Hiobsbotschaft, Christian ist krank und kann nicht spielen. Unser Spitzenbrett, unser 100% Men neben Dave und Matthias, unser mit Abstand bester Mann! Was soll es, so schlecht sind wir anderen ja auch nicht!

Unsere Gegner spielen in etwa wie erwartet, ohne 3 und 7, dafür mit 4a!
19h es geht los, an allen Brettern wird fleißig los gespielt, die Eröffnung runter gespielt. Nach etwa einer halben Stunde bis Stunde sieht es wie folgt aus: Matthias gegen Carsten Dumjahn (2052) spielt eine Partie, die ihm liegt. Florian gegen Jakob Goepfert (1966) hat tatsächlich mal normal eröffnet. Ich gegen Johnny Kjetsae (1981) erwischte mal eine Eröffnung, die mir halbwegs liegt, dennoch wieder in die Defensive gedrängt. Andrei gegen Andy Fleischer (2076) spielt schnell und fühlte sich wohl. Marten gegen Mirko Kurzynsky (1948) spielte eine Eröffnung, die er sehr häufig schon auf dem Brett hatte. Marcel gegen Jörg Müller (2037) schaffte es noch in der ersten Stunde einen Angriff aufzuziehen und opferte dafür einen Turm, was die meisten übersahen. Dave spielte gegen Volker Melde (1883) wieder eine Eröffnung wie aus dem Lehrbuch. Rainer gegen Jan Stenzel (1850) stellte sich wie gewohnt sicher hin.

Dann wurde fleißig gedacht und geknetet. Es dauerte lange bis sich was tat. Marcel musste einsehen, dass sein Angriff abgewehrt wurde, er zwar eine Qualle gewann, aber summa summarum eine Figur zu wenig hatte, 21:34h 0-1.
Dafür standen andere Bretter besser: Matthias fühlte sich immer wohler. Florian stand Zug für Zug leider schlechter. Meine Partie war bei 0.00 also ausgeglichen. Andrei und Rainer fragten mich, ob sie Remis anbieten durften, ich sagte: Ja, wenn es sein muss. Marten stellte erst einen Bauern weg, um hintenherum eine Figur zu gewinnen. Dave stand leicht besser.
Dann war es soweit, nun ging bei Florian gar nichts mehr, 21:42h 0-2. Dafür ging endlich was bei Dave, 21:47h 1-2. Andrei machte seine Frage wahr, 21:52h 1,5 – 2,5.

Machte aber alles nix, denn auf den Brettern stand es gut um uns. Rainer kämpfte immerhin eine Stunde weiter, leider dennoch nur Remis, 22:42h 2-3.
Eine Viertelstunde später holte Matthias endlich einen vollen Punkt, 22:57h 3-3.

Dafür kamen Marten und ich in Zeitnot, aber Marten mit einer Figur mehr, und ich mit einer ausgeglichen Stellung. Schach wäre kein Schach, wenn man nicht die volle Zeit nutzt, die einem zur Verfügung steht. Leider spielte ich genau einen Zug zu schnell, nach der Zeitnotphase, und stelle die Partie weg, die aber nicht trivial zu gewinnen ist, deshalb geht es weiter. Um 23:43 gewinnt Marten endlich seine Partie, 4-3. Mir fehlt nach 88 Zügen und 4:50h genau ein Tempo, leider verloren, 23:50h 4-4.

Aber ohne Christian ein super Erfolg und noch ist nichts entschieden!

Unzensierte Berichte des Spions: Ich war also kurz vor Schluss doch noch mal ins Spiellokal geschlichen, als Martins Gegner beim Abbauen zu seinen Kollegen bemerkte "Die waren ja viel besser als ihre Zahlen". Die hatten wohl auf einen einfachen Sieg gehofft und mussten jetzt am Ende sogar mit dem einen Punkt eher zufrieden sein.

[Martin]