Bericht Dia I - PSC II:


Die Truppe unseres Expokalabräumers Gerhard Köster kam aus Pinneberg durch den Tunnel gehoppelt, um uns einen Besuch abzustatten und nach Möglichkeit ein paar Punkte einzusammeln. Letzteres wollten wir natürlich verhindern, gute Gastgeber waren wir ja schon durch den Kirstenkuchen (dank der zeitgleich spielenden dritten Mannschaft). Ganz so schlimm wie erwartet (Gerhard an 5) traten sie ja auch nicht an, er rückte auf bis Position 3. MFMB (Mannschaftsführer Martin Becker) musste jedoch auch kurzfristig umstellen: Matthias fiel krank aus, an 7 wurde dafür Nada reingeklemmt. Für das gegnerische Brett 1 allerdings war das egal, da Martin einfach Matthias' Vorbereitung übernahm[Anmerkung vom Webmaster: etwas musste ich schon noch tun!] und im für unsere Partien ja mittlerweile typischen Trompowski schnell eine nette Stellung erreichte.


Nach dem Vorbild der dritten, die bedingt durch Ausfälle schnell kampflos 0:2 zurück lag, aber dann ihren Kampfgeist ausgrub, dachten sich bei uns allerdings nun die Bretter 2 und 3 (Holst & Hernandez), das Auslassen einzelner interessanter Züge sorgt für etwas ähnliches wie einen Rückstand, vielleicht spornt das an. Dave hielt dann, nachdem er nach einem entscheidenden Patzer sich zwar gut, aber letztendlich vergeblich verteidigte, nach knapp 3 Stunden die Uhr an, ich, nachdem ich als ich dachte, mich befreit zu haben, stellte einen Bauern ein und kam in ein reines Bauernendspiel mit einem Wenigerbauern, das ich mir auf Anweisung des Mannschaftsführers zeigen lassen sollte - und es wurde mir gezeigt.


Also auch 0:2 - bei der dritten Mannschaft deutete sich inzwischen ein Kippen aus diesem "Startstand" an, Anlass für uns es nachzutun? Jedenfalls erst einmal Remisverbot, die Bretter 5-8 standen alle spielbar bis einen Tick besser. Michael hatte jedoch auf einmal leider in druckvoller Position eine Stellungswiederholung auf dem Brett, und Andrei an Brett 4 fiel kurz darauf völlig auseinander, nachdem er seinen Gegner zunächst komplett überspielt hatte. 0,5:3,5. Das ist der Zeitpunkt, an dem Helden gefragt sind.


Auftritt Rainer Laugwitz: Ein glatter Punkt aus der Reserve an Brett 8, zu verdanken nicht zuletzt dem rainertypischen gedeckten Freibauern im Mittelspiel. Damit 1,5:3,5.


Auftritt... äh, ja. Es können ja nicht alle Helden sein, und nicht immer kann alles gelingen. Gerd musste leider dann doch irgendwann die Segel streichen, Nadas Gegner willigte ins Remis ein, und beim Stande von 2-5 war Martins Partie zwar noch ausgesprochen spannend, aber für den Mannschaftskampf nicht mehr komplett relevant. Nach 4 Stunden und 55 Minuten schüttelten sich die Kontrahenten die Hand - eine Stellungswiederholung war Schuld, in ansonsten bei mehr Zeit für Martin wohl leicht besserer Stellung.


Alles in allem eine verdiente Niederlage. Ich für meinen Teil werde bestreiten, dass es dieses Mannschaftskampf je gegeben hat.
[Marten]