Barmbek 4 gegen Dia 2

 

Nach dem ich nach einer Weltreise (Hong Kong - Sydney - Honolulu - San Francisco) wieder im Lande war, durfte ich mich gleich um die Pflichten eines Mannschaftsführers bemühen. Es fehlten für den Kampf gegen Barmbek drei Spieler. Unser großer Vorsitzender wurde als erstes in die Pflicht genommen, er wollte lieber das Handball-Viertel-Finale sehen, aber es half nichts. Dann konnte ich kurzfristig Alexander gewinnen, der seit acht Monaten nicht mehr Schach gespielt hatte und interessiert war, das Ersatz-Trio komplimentierte schließlich Christoph.

 

Es ging dann mit folgender Aufstellung nach Barmbek 1.Marcel ; 2.Alexander ; 3. Detlef ; 4. ich (Rainer J) ; 5.Manfred ; 6.Andreas K. ; 7. Achim ; 8.Christoph mit im Tross war noch Kirsten inklusive des obligatorischen Kuchens.

 

Der Kampf begann pünktlich mit dem siebten Schlag der nahen Kirchenuhr.

 

Nach gut 2,5 Stunden gab es an Brett zwei das erste Ergebnis zu vermelden. Alexander stand bei üblicher Zeitnot auch noch leicht schlechter als sein Gegner (Hans-Joachim Holzweissig - 1690) ihn ein Remis anbot, der erste Halbe Punkt war damit im Sack.

 

Leider musste Marcel am ersten Brett kurze Zeit später die Segel gegen den starken Günter Tschirner (1937) streichen es stand 1,5 : 0,5 gegen uns.

 

Christoph spiele eine solide Partie am Brett acht und konnte dem Mannschaftsführer (Dietrich Treptow - 1466) einen halben Punkt abringen 1:2

 

Wenig später vermeldete Andy am Brett sechs den Sieg über Udo Amtmann (1545,) den Andy ohne größere Mühen eingefahren hat.

 

Als es mir am Brett vier auch noch gelang meinen Gegner (Helmuth Partos - 1643) zu überzeugen, das ein weiterer Widerstand bei drei Mehrbauern zwecklos ist, das stand es 2:3 und ich war guter Dinge.

 

Leider sah es wenig später, ich hatte ein Stück vom nicht ganz gelungenen Kuchen verputzt, - eine Folge des Jetlag`s ? - weniger gut aus.

 

Manfred gab resigniert die Partie gegen Frank Micklich (1560) am Brett fünf auf, nach eigenen Angaben hat er einen falschen zweiten !!! Zug  gemacht. es stand nur noch 3:3

 

Detlef mühte sich redlich mit einen Turm weniger am Brett drei gegen Jürgen Gressmann (1686) ab, aber es half alles nichts 4:3.

 

Jetzt lag das Schicksal in den Händen des großen Vorsitzenden, es sah ganz gut aus am Brett sieben, bis Achim eine Kombi auspackte, die auf dem ersten Blick einen Figur verliert, auf den zweiten dann eine Dame gewinnt, ja wenn da das Grundlinienmatt nicht wäre. Zwar hat Achim dieses noch erkannt, aber erstens die Figur war weg, Achim chancenlos und der Gegner (Günter Frisch - 1530) triumphierte. 3:5

 

So zogen wir mit der Erkenntnis ab, dass man mit Jetlag zwar eine Schachpartie gewinnen kann, aber keinen Kuchen backen sollte, das Ersatzspieler für einen halben Punkt gut sind, es sei denn sie wollen lieber Handball schauen. Ferner sollte man keine schlechten zweiten Züge machen und auf die Türme aufpassen.

 

Mit diesen reichhaltigen Erkenntnisschatz wird es uns sicherlich gelingen die nächsten Runden erfolgreicher zu gestalten.


Rainer J.