In der 2. Runde mussten wir gegen Schachfreunde 3 antreten, die nominell stärkste Mannschaft in der Staffel, in deren Reihen sich drei ehemalige Diagonaler befinden: Oliver Steinmetz, Volker Kröncke und Christian Scheuer. Letzter setzte in dieser Runde aus.

 

Matthias sich musste an 1 mit Oliver Steinmetz auseinandersetzen, der eine ausgefallene Eröffnung mit frühem Damenausflug spielte.

Aber auch an den anderen Brettern sahen die Eröffnungen nicht wie aus dem Lehrbuch aus: Martin versammelte seine Figuren komplett auf den Damenflügel. Ich hatte eine französisch/sizilianische  Mischung auf dem Brett. Bei Marten gegen Volker Kröncke wollte keiner das Zentrum, also ließen sie es  frei. Andrei drückte sich um die Rochade, dafür hatte Finki den König kurz und die Dame lang rochiert, zumindest sah es so aus. Andreas spielte eine Eröffnung in der der Damenflügel ignoriert wird und Gerd ein Gambit ohne gegeninitiative. 

 

Nach 1,5 Std. konnte Martins Gegner das Gruppenkuscheln auf dem Damenflügel nicht mehr ertragen und setzte ihn auf den Königsflügel Matt.

 

In meiner Partie hatten wir uns mittlerweile gegenseitig neutralisiert und angesichts fehlender Ideen, bot mir mein Gegner Remis. Ich versuchte noch einen letzten Plan, der aber auch gleich im Keim erstickt wurde. Da mir die Brechstange zu gewagt schien, bot ich jetzt meinerseits Remis, das mein Gegner auch annahm.

 

Lange Zeit wehrten sich alle gegen die aufkommende Katastrophe, die dann leider doch eintrat.

 

Andrei traf es als Nächsten, als seine Stellung plötzlich einen Totalschaden erlitt und er aufgeben musste.

 

Matthias versuchte mit einem schönen Springeropfer die gegnerische Stellung zu knacken. Schön aber nicht erfolgreich, er bekam keine Kompensation und verlor dann in Zeitnot.

 

Gerd musste im Bauernendspiel mit einem Bauern weniger auskommen, hatte aber noch Aussicht auf ein Remis. Leider entschied er sich für einen falschen Plan und verlor die Partie.

 

Damit hatten wir verloren, es stand 0,5:4,5. Es folgte noch etwas Ergebniskosmetik:

 

Marten konnte in bedrängter Stellung bei verschiedenfeldfarbigen Läufern so lange Widerstand leisten, bis Volker in eine Zugwiederholung abwickelte.

 

Finki verpasste den Gewinnzug in besserer Stellung und endete auch im Remis.

 

Als letzter kämpfte noch Andreas C. mit zwei Türmen gegen die gegnerische Dame. In den letzten Minuten machte er den entscheidenden Fehler, der seinem Gegner zum Sieg verhalf.

 

Nach der 1,5:6,5-Packung und einem verschlossenen Schweinske lösten wir uns auf.

Die Remisspieler durften immerhin noch in Harburg 1-3 Bier trinken.

 

Dave