Runde 6:

Die Schlacht im Puma-Käfig

Unser Übergangsspiellokal zeigt sich als nur bedingt sommergeeignet, da die Fenster sich nicht öffnen lassen, nur kleine Lüftungsschlitze.

So ging es sofort heiß her, an Anfang mussten wir noch ein Gespräch mit der Jugendband im Keller führen wegen der Bässe dann ging es los.

Als erstes sorgte Manfred an Brett acht für die Führung, durch ein Zwischenschach im Rahmen eines Damentausches fiel eine Figur ab und sein Gegner, der schon mit zwei Bauern hinten lag gab auf.

Danach musste leider Armin an Brett sieben die Segel streichen er spielte etwas glücklos.

Was sofort von Marcel unserer Numero Uno ausgeglichen wurde und wir wieder in Führung gingen. 2-1

Hier bot mir mein Gegenüber zum ersten Mal Remis an, ich stand unter Druck, er hatte das Läuferpaar doch während ich noch darüber nachdachte, hörte ich neben mir ein "Mist" Detlef hat halbzügig eine Dame weggestellt, den Bauern, den es dafür gab konnte auch nichts retten, er gab auf und es stand 2-2 ich lehnte das Remisangebot ab.

Wenig später brachte uns Gerd wieder in Führung, während ich an meinen Brett in einen Abtausch-Rausch verfiel, komisch ist ansonsten nicht meine Art. Danach gab es das zweite Remis-Angebot, da ich immer noch etwas schlechter stand und es dennoch nicht reichte lautete meine Antwort entschieden: Nein!

Michael der noch zur Frühschicht musste, kannte kein Erbarmen und machte kurzen Prozess, es stand jetzt 4-2.

Das dritte Remis-Angebot am Brett 6 folgte prompt, nun stand ich aber recht gut und war mir sicher diese Partie nicht mehr zu verlieren, es kam zu einen Endspiel Läufer gegen Springer, meine tapfere Kavallerie hoppelt über das Brett und machte den Raum eng. Mein Gegner verhielt sich sehr passiv, was sich schnell rächte 5-2.

Wenige Minuten später gewann auch mein Namen-Vetter an Brett drei sein Endspiel Randbauer plus Springer gegen den "nackten" König 6-2.


Als wir den Saal verließen merken wir, dass die Luft im Raum sehr verbraucht war, ein Grund mehr sich um den Fenster-Schlüssel zu bemühen.

In der Kneipe wurde der Sieg dann begossen, es gab eine Portion Hafer in flüssiger Form, welches ich stellvertretend für meinen treuen Springer trank.


[Rainer]