Runde 8:

Weit hinaus ging es in der achten Runde gegen Bergstedt. Kurz vor der Landesgrenze Schleswig-Holsteins
mussten wir rechts abbiegen und kamen fast pünktlich an. Fairerweise haben die Bergstedter noch nicht angefangen.
Schlißlich war es das Spitzenduell. Der Sieger würde mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aufsteigen,
aber auch ein 4-4 würde beiden Mannschaften nützen. Unsere acht Diagonaler waren:
Rainer L., Rainer J.,Manfred, Jürgen, Andy, Joachim Hemminghaus, Alexander Zacharias und Marcel.
Fast schon Ersatzgestärkt also. Trotzdem waren das 4 Ersatzspieler und Bergstedt trat mit der ersten 8 an.
Nachdem wir den obligatorischen leckeren Kirsten-Kuchen vorgestellt haben, sollte es losgehen.
Kam Zeit, kamen viele schlechte Stellungen. Jürgen stellte eine Figur ein und Joachim Hemminghaus eine Stellung.
Rainer L. stand ganz gut und auch Marcel kam gut aus der Eröffnung heraus. Bei den anderen vier sah es alles ausgeglichen aus,
aber mit viel Potential für spannende Züge. Nachdem Joachim aufgab und auch Jürgen leider die Segel streichen musste gingen
die Bergstedter mit 2-0 in Führung. Das sah nicht gut aus, vor allem, weil Rainer J. eine Figur für zwei Bauern gab (oder waren es 3),
es aber unklar war, ob das so gut war. Leider übersah Andy kurze Zeit später einen fiesen Zug und musste auch aufgeben.
3-0 und 4 unklare und 1 gewonnene Stellung. Rainer L. hatte nämlich eine Mehrfigur, sträubte sich aber das Endspiel
simpel, einfach, effizient und schnell zu Ende zu bringen. Aber das er das gewinnen würde, war eigentlich klar.
Manfred einigte sich mit dem amtierenden Vereinsmeister auf ein Remis, leider war nicht mehr drin.
Schon 3,5 Punkte für Bergstedt, und es sah so aus, als würden es mehr werden, denn Rainer J. stand zumindest nicht so,
dass er einen Punkt holen würde, außer sein Gegner streut einen Patzer ein.
Rainer L. zwang den Gegner schließlich, nachdem er ihm alle Tricks gezeigt hatte doch zur Aufgabe, der Rückstand verkürzte
sich auf 1,5 Punkte. Rainer J. profitierte in der Stellung (die für den Gegner doch klar gewonnen war) von einem
Patzer und konnte zumindest einen halben Punkt sichern. Damit stand fest, dass wir nicht mehr gewinnen würden. Aber ein Remis
könnte es vielleicht noch werden, denn Alexander stand inzwischen auf Gewinn und Marcel hatte winzige Vorteile in
einem Endspiel. Die konnte er allerdings nicht verwerten sondern hätte fast sogar noch verloren, aber da sein Gegner
unachtsamerweise sein Remisangebot mit der Aussage "Ich glaube, ich gewinne das jetzt" kommentierte, schaute
Heymuth Jr. doch noch genauer in die Stellung und konnte das Remis durch kluge (ja, man mag es kaum glauben)
Bauernzüge am Königsflügel sichern. 4,5 Punkt für Bergstedt, das hieß, wir brauchen gegen Barmbek in der letzten
Runde einen Sieg und mit dem heutigen Match zusammen 8 Brettpunkte, um sicher aufzusteigen. 2,5 Brettpunkte hatten wir schon
und jeder Punkt, den Alexander noch holt hilft sehr. Alexander kam wie fast immer in Zeitnot und übersah was fieses:
Er entfesselte einen Turm, der eine Figur schlagen konnte, deren Deckungsfigur gefesselt war. In Zeitnot gemein.
Aber nicht dramatisch, da das Material ausgeglichen war. Gewinnen würde jetzt schwer werden. Das sahen beide nach einigen
weiteren Zügen ein und einigten sich auf ein Remis. Bergstedt gewann also 5-3, das hieß für uns in der letzten Runde:
Ein 5-3 gegen Barmbek, und wir sind sicher aufgestiegen, da wir dann bei Spiel- und Brettpunktgleichheit sowohl
die Berliner Wertung als auch den direkten Vergleich gewonnen hätten. Also: Volle Konzentration für die letzte Runde!

[Marcel]