Erste XiangQi-Jugendweltmeisterschaft in Hamburg

Liebe Schachfreunde,
die gesamte WM war nicht nur hervorragend organisiert, sondern auch durch Begegnungen und Aktivitäten am Rande der WM gezeichnet.

Das 3D Spiel des Dr. Gralla

Das 3D Spiel des Dr. Gralla

Den Anfang machte der Journalist Dr. Rene Gralla, der ein 3 D XiangQi Brett selbst entwarf ,produzierte und bei der WM zum Einsatz brachte. Dieses Brett ist während der gesamten zwei Tage ständig umlagert und in Benutzung gewesen. Dabei kiebitzten nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen.
Bestes Beispiel

hierfür war der Präsident des Deutschen XiangQi Bundes ,Dr. Nägler. So manche Partie spielte oder unterstütze er in diesen zwei Tagen mit kompetenten und humorvollen Kommentaren. Wer gedacht hätte, dass XiangQi ein Spiel für zwei Personen sei, wurde hier eines besseren belehrt. Sobald zwei spielten, bildete sich eine Traube von Experten, die trotz Sprachbarriere das Geschehen auf dem Brett lebendig und aktiv kommentierten. Und wenn die Kommentare ( in Mimik und Gestik) nicht die gewünschten Wirkungen zeigten ,nahmen sie die Sache in die Hand. Dies führte immer wieder zu fröhlichen Situationen und erzeugt den hochkommunikativen Charakter von XiangQi. Es bestätigt aber auch, was Prof. David Wurman in seinem Buch „Chinesisches Schach/Koreanisches „) vor über zwanzig Jahren schrieb:“ Wo zwei eine Partie austragen, findet sich sofort ein Dutzend Zuschauer. Manchmal scheint es, dass sie mehr im Spiel aufgehen, als die beiden Gegner.“

Das XiangQi Garten Set

Das XiangQi Garten Set

 

Die zweite Attraktion war ein Garten XiangQi Spielfeld nebst Figuren. Gleich zu Beginn des ersten Tages der WM versammelt Dr. Gralla Kinder aus allen teilnehmenden Mannschaften um sich und zeichnete mit ihnen und Hilfe von ein XiangQi Feld auf den Steinboden. Dies schuf- über alle Sprechgrenzen hinweg ein gemeinsames Erleben ,welches die Kinder in ihren Heimatländern so nicht erleben können. Die Figuren dieses bemerkenswerten Spielesatzes bestanden aus einem ganz normalen Set Garten Schach Figuren, die Dr. Gralla modifizierte, um die Figur der Kanone abbilden zu können. Auch dieses war die zwei Tage der WM über ein Anziehungspunkt für alle und wurde eifrig genutzt.

Natürlich wurde auch große Politik gemacht. Der Bürgermeister der Stadt Xineyang ( der Hauptstadt des XiangQi),die World XiangQi Föderation und die Caissa Touristik Group unterzeichneten ein Kooperationsvertrag, mit dessen Hilfe das XiangQi weiter popularisiert werden soll in der Welt. Hierfür werden Eine Milliarde Euro von allen drei Partnern in die Hand genommen. Für Deutschland unvorstellbar.
Xineyang ist die Stadt, an der die Schlacht der streikenden Königreiche stattfand und der Fluss, welcher auf dem XiangQi Spielfeld sichtbar ist historisch und geographisch belegt ist. Die ganze Stadt steht im Zeichen des XiangQi, dessen Popularität und Dynamik –trotz seines Alters ungebrochen ist.
Da die Veranstalter Grenzen überwinden möchten ,wurde als Gast der Vorsitzende der Deutschen Schachjugend ,Malte Ibis begrüßt. Dieser konnte sich aus erster Hand ein Bild vom XiangQi machen. Wie er selber berichtete, hatte schon die Grundlagen des XiangQi erlernt- und tatsächlich wurde er Bein Kinitzten mit Uwe Frischmuth gesehen. Ein Besuch, der hoffentlich beide Schachs und ihre Organisationen näher bringt.
Eine besondere Begegnung gab es noch am Rande.
 Der russisches Trainer ,Alexander Demin und Jürgen Woscidlo spielten eine Partie. Nicht etwa XiangQi ,sondern JiangQi ( koreanisches Schach).. Herr Demin gehört zu den 50 Xiang Spielerin in Moskau( in Russland gibt es 300 organisierte) und zu den fünf Spielern des koreanischen Schachs in Moskau.
Angesichts der Popularität des Schachs eine verschwinden Minderheit, die Herr Demin aber sehr gut repräsentierte und vertrat.
In der Partie stand es lange Zeit unentschieden, aber Herr Demin drehte die Partie ,dank exzellenter Verteidigung und gewann verdient.

Das Abschlussfoto

Das Abschlussfoto

Den Abschluss bildete ein Gruppenfoto mit allen Spielerinnen und Spielerin.

 

 

Zum Schluss kann gesagt werden, dass nicht nur die Medaillenträger gewonnen haben ,sondern auch das XiangQi, die Freundschaft zwischen Menschen verschiedener Sprachen, Nationalitäten und Kulturen.
Und jeder Spieler nimmt wertvolle Erfahrungen und Eindrücke mit.
In diesem Sinne
Glück Auf!
Jürgen Woscidll

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