Hinten kackt die Ente

Nach dem 5½-2½ gegen den HSK 18 in der letzten Runde konnte DIA Zwo endlich die lange ersehnte Tabellenführung in der Kreisliga B übernehmen. Diese soll zwecks Erreichung des Ziels „Direkter Wiederaufstieg“ natürlich gehalten werden, allerdings erwarten uns in den letzten drei Runden die Aufeinandertreffen mit den Zweit-, Dritt- und Viertplatzierten der Liga. Es muss also immer noch alles gegeben werden.

So auch am letzten Donnerstag, als die dritte Mannschaft Pinnebergs in der Alten Forst zu Gast war. Nach zwei Mannschaftskämpfen in denen wir zu teilweise mehr als 50% DIA Dro waren, waren die vormals verhinderten alle wieder da und so starteten (in der Reihenfolge ihres Auftretens) Said, Marcel, Dave, Haschen, Andreas Cz.. Armin, Étienne und Joker Rainer J. den Versuch die Tabellenführung zu verteidigen.

Capitano Marcel sorgte nach kurzer Zeit für den ersten Punkt – für Pinneberg. Der Blindfisch hat einfach so einen Turm weggestellt. Kann man machen, richtig hilfreich ist das aber nicht. Ob der Frühe des Rückstands war an den anderen Brettern noch nicht so richtig viel los. Said stand ein wenig unter Druck, dafür hatte Dave einen schönen Raumvorteil im Zentrum bei ziemlich geschlossener Stellung, aber er war drauf und dran auf offener h-Linie den Berserker-Modus anzuwerfen. Haschem stand sehr solide, aber konkretes war noch nichts zu sehen. Bevor ich einen genaueren Blick auf Andreas‘ Stellung werfen konnte, war die Partie mit einem Remis bereits zu Ende. Armin stand unklar, während Étienne an Brett Sieben bereits eine Qualität mehr hatte. Rainer J. befand sich bereits im Endspiel und musste mit einem Springerpaar gegen ein Läuferpaar antreten. Sein Gegner bot ihm Remis, aber in Anbetracht des frühen Rückstands sowie der teilweise noch sehr unklaren Stellungen lautete die Devise: Weitermachen!

Étienne ließ seinen Gegner kurz darauf in eine Falle tappen und machte aus der Qualität einen ganzen Turm mehr. Dafür war sein Springer auf a1 gefangen, konnte aber auch nicht so ohne Weiteres dort vom Gegner abgeholt werden. Daves Stellung wurde immer schöner, bis er das mit dem Berserker zu wörtlich nahm und sich veropferte – und zwar direkt mit einem ganzen Turm. Blöd gelaufen. Said opferte auch, aber nur eine Qualität und auch nicht für konkrete Motive sondern um einen starken Läufer des Gegners loszuwerden. Kurzfristig brachte das zwar Entlastung, aber keine langfristigen Vorteile. Aber taktisch ging hier noch so einiges! Armins Stellung ist in der Zwischenzeit noch schärfer geworden. Inzwischen hatte er zwar einen Minusbauern, aber seine Figuren haben wunderbar harmoniert, während der Gegner sehr „awkward“ stand. Konkretes war aber noch nicht auszumachen. Haschem stand weiter leicht besser und Étienne schaffte es, seinen Gegner am Rückgewinn des Springers auf a1 zu hindern und stand klar auf Gewinn. Rainer J. konnte einen seiner Springer gegen einen Läufer tauschen – und nebenbei konnte er einen gedeckten Freibauern auf c5 etablieren. Die dadurch eingeschränkte Mobilität des schwarzen Königs war trotz mangelnder konkreter Motive ein bereits ausreichender Vorteil, um die Hoffnung auf einen Sieg zu nähren. Plötzlich ging es dann Schlag auf Schlag: Étiennes Gegner gab auf und kurze Zeit später übersah Armins Gegner eine Taktik, die zum zweizügigen Matt führte. Haschems Gegner versuchte eine Figur zu gewinnen, übersah aber eine Abwehrmöglichkeit, die netto eine Figur für Hsachem himself brachte. 3½-1½ für uns und plötzlich war da der Sieg: Rainer J. spielte sein Endspiel meisterhaft und konnte schließlich eine Zugzwangstellung erreichen und so den Gegner zur Aufgabe zwingen. Das wir den Sieg nun in der Tasche hatten war gut fürs Herz – anders als Daves Partie. Wie oben erwähnt hatte er ja einen Turm geopfert – für wenig bis nix. Sein Gegner ist aber plötzlich in eine Matt-Falle gelaufen und plötzlich sah es wieder sehr rosig aus. Mit dem Mut der Verzweiflung gab Daves Gegner noch ein Ablenkungs-Schach – und prompt spielt Dave nur den zweitbesten Zug. Der beste wäre immer noch ein Matt in wenigen Zügen geworden, Daves Wahl führte zu einem fast kompletten Abtausch und am Ende hatten die beiden gleiches Material.

Bei Said verschlechterte sich die Stellung auch mit jedem Zug. Neben der immer-noch-weniger-Qualität musste er sich auch gegen ein schon recht weit vorgerücktes Freibauernpaar am Damenflügel behaupten. Und plötzlich war es dann bei Dave vorbei, als sein schwarzer König auf dem Feld g4 matt gesetzt wurde. Eine echte Achterbahnpartie. Said versuchte unterdessen immer noch seinen Gegner zu einem Fehler zu verleiten, doch dieser ließ sich nicht beeindrucken und zwang Said letzten Endes zur Aufgabe. Macht aber alles nix, denn 4½- ist 4½- ist 4½-. Zwei weitere Punkte, Verteidigung der Tabellenführung und nur noch zwei Spiele zu gehen. Uns reicht bereits ein Sieg in einem der beiden Spiele um den Aufstieg in trockene Tücher zu wickeln, aber wir wollen natürlich mehr – nämlich den Staffelsieg. Am 31. Mai geht es zum HSK 18 und am 9- Juni folgt das letzte Heimspiel der Saison gegen den Tabellenzweiten aus Lurup.

 

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